Der Urdonautalsteig in fünf Etappen

Etappe 1: Von Dollnstein nach Wellheim

Aus gutem Grund beginnt der Urdonautalsteig in Dollnstein: Hier mündete im Tertiär die Altmühl in die Urdonau, die von dort im heutigen Altmühltal Richtung Osten floss. Nur zehn Gehminuten vom Bahnhof Dollnstein entfernt und über eine Zubringermarkierung gut ausgeschildert, geht es auf dem Urdonautalsteig von der Antoniuskapelle aus dem 18. Jahrhundert bereits nach wenigen Metern aus dem Ort heraus und auf naturbelassenen Pfaden zu den Sonnenleiten hinauf. Oben angekommen tun sich zwischen Wacholderbüschen und eingestreuten Riffkalkblöcken herrliche Blicke auf den Markt Dollnstein und das Urdonautal auf. Nach einem kurzen Abstieg ins Rieder Tal führt der Urdonautalsteig durch eine völlig andere Landschaftsform, den naturnahen Laubwäldern im Naturwaldreservat Beixenhart. Für trittfeste Abenteurer bietet der Jägersteig mit seiner Höhenroute hier eine interessante Alternative und führt durch die Hangwälder hinauf zu spannenden Felsgruppen.

Nördlich des Weilers Wielandshöfe wechselt der Urdonautalsteig auf die andere Talseite und führt in einem größeren Bogen durch den Wald in den Wellheimer Ortsteil Konstein hinein. Nach wenigen Minuten erreicht man bereits den Dohlenfelsen, eine bei Kletterern beliebte, markante Felsformation aus Riffkalken, der die Urdonau und Erosionsprozesse über Jahrmillionen ihre heutige, markante Gestalt gaben.

Auf Höhe des Dohlenfelsens besteht für müde Beine die Möglichkeit, nach Wellheim abzukürzen, allen anderen stehen weitere sechs Kilometer auf einem der schönsten Waldabschnitte am Urdonautalsteig bevor. Fast durchgehend auf naturnahen Waldwegen und -pfaden umrundet der Urdonautalsteig auf dem Weg nach Wellheim den Galgenberg, der zu Zeiten der fließenden Urdonau einer Insel inmitten eines großen Stroms gegleichen haben muss. Heute befindet sich am Galgenberg ein gemütliches Naturfreundehaus mit Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit. Auch die Schutterquelle am Fuße des Galgenbergs ist unbedingt einen Besuch wert.

Auf dem weiteren Weg empfielt sich ein kurzer Abstecher auf den "Alten Burgfelsen" mit Maueresten aus vergangenen Zeiten. Von Westen her erreicht man schließlich Wellheim mit seiner weithin sichtbaren Burgruine, der Pfarrkirche St. Andreas und der über dem Markt thronenden Kreuzelbergkapelle.

WANDERSTRECKE: 15,8 km
GEHZEIT: ca. 4 Stunden
START: Dollnstein, Antoniuskapelle
ZIEL: Wellheim,
Ortsmitte/ Schutterstraße
STEIGUNGEN/GEFÄLLE: 281 m / 294 m